{"id":4180,"date":"2019-09-04T14:34:35","date_gmt":"2019-09-04T12:34:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.solids-zurich.ch\/news\/optimale-kontrollsiebung-von-kunststoffgranulaten-mit-der-siftomat-plansiebmaschine\/"},"modified":"2020-01-31T11:24:42","modified_gmt":"2020-01-31T10:24:42","slug":"optimale-kontrollsiebung-von-kunststoffgranulaten-mit-der-siftomat-plansiebmaschine-2","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.solids-zurich.ch\/de\/news\/optimale-kontrollsiebung-von-kunststoffgranulaten-mit-der-siftomat-plansiebmaschine-2\/","title":{"rendered":"Optimale Kontrollsiebung von Kunststoffgranulaten mit der  SIFTOMAT-Plansiebmaschine"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Absiebung von Kunststoffgranulaten und insbesondere von Masterbatches geht es darum, die zu gro\u00dfen Partikel, z.B. die sogenannten \u201eLongs\u201c sowie die zu feinen K\u00f6rner vom \u201eguten\u201c Produkt zu trennen. Mit dem Siebprozess soll eine bessere Qualit\u00e4t erreicht werden. Damit kann das Granulat besser, resp. zu einem besseren Preis verkauft werden.<br \/>\nDie Absiebung ist jedoch nicht ganz einfach und es bedurfte einer genauen Analyse des Problems, sowie vieler Versuche, bis die Theorie in die Praxis umgesetzt werden konnte und somit das gew\u00fcnschte Resultat erreicht wurde.<\/p>\n<p>Die Problematik<br \/>\nDie Problematik besteht darin, dass sich Kunststoffgranulat beim Sieben nicht gleich verh\u00e4lt, wie viele andere G\u00fcter. Es wurde festgestellt, dass die meisten Siebmaschinen, die zur Absiebung von Kunststoffgranulaten im Einsatz sind, nicht wunschgem\u00e4\u00df arbeiten. Das eigentliche Problem dabei liegt darin, dass die zu langen Granulate, die abgesiebt werden sollten, meist trotzdem beim guten Produkt landen, da entweder die Siebfl\u00e4che zu gro\u00df oder die Siebtechnik falsch gew\u00e4hlt wurde. In den meisten F\u00e4llen treffen gar beide Ursachen zu.<br \/>\nBeim \u00fcberwiegenden Teil der Siebg\u00fcter wird die Qualit\u00e4t resp. der Durchsatz des gesiebten Gutes besser je gr\u00f6sser die Siebfl\u00e4che ist. Beim Absieben der zu langen Teile in Kunststoffgranulaten trifft dies jedoch nicht zu. Denn: Je gr\u00f6sser die Siebfl\u00e4che, desto gr\u00f6sser die \u201eChance\u201c, dass ein \u201eLong\u201c, also ein zu langes Granulat, sich irgendwie aufstellt und durch eines ihm \u201eangebotenen\u201c Lochs hindurchf\u00e4llt. Wenn nun noch die falsche Siebtechnik gew\u00e4hlt wird (z.B. Vibrationssieb), dann \u201eh\u00fcpfen\u201c die Granulate und die Chance, dass dadurch ein zu langes Granulat in die senkrechte Lage gebracht und dabei durch ein Loch f\u00e4llt, ist betr\u00e4chtlich.<br \/>\nFUCHS Maschinen AG hat sich dieses Problems \u201cAbsiebung von groben Partikeln\u201c angenommen und dabei folgendes festgestellt:<br \/>\n1. Die Schichtdicke sollte am Anfang und m\u00f6glichst auf der ganzen L\u00e4nge des Siebes (in diesem Fall Lochblech) 2-5 cm betragen. Damit wird verhindert, dass sich ein zu langes Granulat \u201eaufstellt\u201c und dadurch durch ein Loch f\u00e4llt.<br \/>\n2. Optimal w\u00e4re, wenn die Schichtdicke w\u00e4hrend der ganzen Siebdauer gleich bleiben w\u00fcrde. Wenn die Schichtdicke nicht mehr gew\u00e4hrleistet wird, z.B. bei zu langer Siebfl\u00e4che, haben die nun \u201evereinzelten\u201c Granulate die Tendenz, \u00e4u\u00dferst unkontrolliert \u00fcber die verbleibende Siebfl\u00e4che zu \u201eh\u00fcpfen\u201c. Dabei kommt es h\u00e4ufig vor, dass ein langes Granulat in eine senkrechte Lage ger\u00e4t und durch ein Loch f\u00e4llt. Die Siebfl\u00e4che darf also nicht zu gro\u00df sein. Sie muss dem jeweiligen Siebdurchsatz angepasst werden.<br \/>\n3. Die Bewegung des Siebes sollte keine vertikale Komponente enthalten. Sie w\u00fcrde nur den \u201eH\u00fcpf-Effekt\u201c verst\u00e4rken.<br \/>\n4. Die Frequenz der Bewegung des Siebes sollte m\u00f6glichst niedrig sein. Es wurde festgestellt, dass das beste Siebresultat mit einer langsamen Siebbewegung erreicht wird. Je schneller sie ist, desto mehr hat das Granulat Tendenz zum \u201eH\u00fcpfen\u201c. Eine gewisse Frequenz wird jedoch ben\u00f6tigt, um die F\u00f6rderung des Siebgutes, vor allem auf dem \u201efeinen\u201c Sieb zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die  Probleml\u00f6sung<br \/>\nDiesen Erkenntnissen folgernd, stellte man fest, dass grunds\u00e4tzlich eine Plansiebmaschine des Typs FUCHS SIFTOMAT den Voraussetzungen am besten entspricht, da sie keine vertikale Komponente enth\u00e4lt. Au\u00dferdem hat die rechteckige Bauform gegen\u00fcber der runden den wesentlichen Vorteil, dass die Siebbreite bei fortschreitendem Siebprozess nicht zunimmt. Im Gegenteil, FUCHS unterteilt die Siebfl\u00e4che, also das Lochblech, in mehrere Segmente gelochter und ungelochter Bleche. Damit kann die gelochte Fl\u00e4che jeweils dem ben\u00f6tigten Kapazit\u00e4t angepasst werden: Es werden nur so viele gelochte Segmente eingelegt, wie notwendig. Die anderen Segmente sind ungelocht. Damit wird eine zu gro\u00dfe Siebfl\u00e4che verhindert.\u201c<br \/>\nDie Frequenz der planen kreisf\u00f6rmigen Bewegung des Siebes wird hierbei so niedrig wie m\u00f6glich gehalten, ohne dabei die F\u00f6rderung des Siebgutes zu beintr\u00e4chtigen. Die niedrige Frequenz beschleunigt paradoxerweise den Siebprozess und verhindert gleichzeitig, dass sich zu lange Granulate aufrichten und durch ein Loch zum \u201eguten\u201c Produkt fallen. Sie kann mittels eines Frequenzumrichters den Umst\u00e4nden angepasst und optimiert werden.<br \/>\nAuch die Siebneigung kann reguliert werden. Z.B. bei gro\u00dfer Leistung, die auch eine gute F\u00f6rderung des Siebgutes bedingt, kann dem Sieb mehr Neigung gegeben werden.<br \/>\nDes Weiteren ist der Siebkasten mit den Sieben modular aufgebaut. F\u00fcr die Reinigung des Siebkastens und der Siebe wie z.B. beim Wechseln auf ein anderes Kunststoffgranulat k\u00f6nnen Siebe und Zwischenrahmen sehr schnell und problemlos aus dem Siebkasten herausgenommen und wieder hineingelegt werden.<br \/>\nDie SIFTOMAT &#8211; Plansiebmaschine wurde aufgrund der gewonnenen und oben beschriebenen Erkenntnisse speziell f\u00fcr Kunststoffindustrie weiterentwickelt und kann speziell hierf\u00fcr konfiguriert werden. <\/p>\n<p>Schlussfolgerung<br \/>\nBei Versuchen im eigenen Betrieb sowie bei diversen namhaften in der Branche f\u00fchrenden Kunststoffgranulatherstellern wurden bereits \u00fcberzeugende Resultate erzielt. Es hat sich erwiesen, dass die FUCHS SIFTOMAT Plansiebmaschine beim Sieben von Kunststoffgranulaten aus den oben genannten Gr\u00fcnden s\u00e4mtlichen Vibrationssiebmaschinen oder Rundsiebmaschinen \u00fcberlegen ist. <\/p>\n<p>Zusammenfassung<br \/>\n\u2022 Die Siebfl\u00e4che sollte der Siebleistung so genau wie m\u00f6glich angepasst sein um Fehler zu verhindern.<br \/>\n\u2022 Zu hohe Frequenz der Siebbewegung wirkt sich negativ auf die Qualit\u00e4t der Siebung aus.<br \/>\n\u2022 Bei fortschreitendem Siebprozess sollte die Schichtdicke m\u00f6glichst gleichbleiben, um ein \u201eH\u00fcpfen\u201c der Granulate zu verhindern.<br \/>\n\u2022 Siebbewegung darf keine vertikale Komponente enthalten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Absiebung von Kunststoffgranulaten und insbesondere von Masterbatches geht es darum, die zu gro\u00dfen Partikel, z.B. die sogenannten \u201eLongs\u201c sowie die zu feinen K\u00f6rner vom \u201eguten\u201c Produkt zu trennen. 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